Perugia & UmbriaReiseführer

Umbrien-Rundreise in 7 Tagen: Route mit dem Auto

Umbrien in sieben Tagen mit dem Auto: Perugia, Assisi, Spello, Montefalco, Spoleto, Norcia, Todi, Orvieto und Trasimenischer See, mit Standorten und Tipps.

ReiseplanungVeröffentlicht

Praktisch

Route
Perugia, Assisi, Spello, Montefalco, Spoleto, Norcia, Todi, Orvieto, Trasimenischer See
Standorte
Raum Perugia oder Assisi (4 Nächte), Raum Orvieto oder Todi (3 Nächte)
Beste Reisezeit
April bis Juni, September bis Oktober

Eine erste Woche in Umbrien gelingt am besten als Rundreise mit zwei Standorten: vier Nächte im Raum Perugia oder Assisi, dann drei Nächte bei Orvieto oder Todi. In sieben Tagen sehen Sie Perugia, Assisi, Spello und Bevagna, die Weinberge von Montefalco, Spoleto, die Valnerina oder Norcia, Todi, Orvieto und den Trasimenischen See, ohne jeden Morgen die Koffer zu packen. Die Route setzt ein Auto voraus, am Ende finden Sie eine Variante mit Bahn und Bus.

Die Route im Überblick

Tag Stationen Übernachtung
1 Altstadt von Perugia Raum Perugia oder Assisi
2 Assisi Raum Perugia oder Assisi
3 Spello, Bevagna, Montefalco Raum Perugia oder Assisi
4 Spoleto, unterwegs Trevi Raum Perugia oder Assisi
5 Valnerina und Norcia oder Gubbio Wechsel in den Raum Orvieto oder Todi
6 Todi und Orvieto Raum Orvieto oder Todi
7 Trasimenischer See, dann Abreise Raum Orvieto oder Todi oder weiter

Tag für Tag

Tag 1: Perugia

Ankommen, außerhalb der Altstadt parken und mit Rolltreppe oder Minimetrò hinauffahren. Über den Corso Vannucci zur Piazza IV Novembre mit der Fontana Maggiore, dann Nationalgalerie Umbriens und Collegio del Cambio, anschließend hinab in die Rocca Paolina. Den Tag beschließen Abendspaziergang und Abendessen. Details in unserem Beitrag zu den Sehenswürdigkeiten von Perugia.

Tag 2: Assisi

Starten Sie früh an der Basilika San Francesco, möglichst vor den Tagesgruppen. Danach durch die Stadt zur Piazza del Comune und zur Basilika Santa Chiara, hinauf zur Rocca Maggiore für den Ausblick. Am späten Nachmittag lohnt Santa Maria degli Angeli in der Ebene. Mehr unter Assisi: Sehenswürdigkeiten.

Tag 3: Spello, Bevagna und Montefalco

Drei kleine Orte, nah beieinander. Spello mit blumengeschmückten Gassen und den Fresken Pinturicchios füllt den Vormittag. Bevagna, flach und kompakt um einen schönen mittelalterlichen Platz, ist ideal für die Mittagspause. Am Nachmittag geht es hinauf nach Montefalco, zur Aussicht und, nach Anmeldung, zur Sagrantino-Verkostung. Mehr zu beiden Orten im Beitrag Spello und Bevagna.

Tag 4: Spoleto

Auf dem Weg nach Süden lohnt ein kurzer Halt in Trevi, einem Hügelort inmitten von Olivenhainen, oder an den Quellen Fonti del Clitunno. In Spoleto sehen Sie den Dom mit den Fresken von Filippo Lippi, die Rocca Albornoziana und die Ponte delle Torri, die hohe mittelalterliche Brücke mit Aquädukt. Die beste Reihenfolge erklärt unser Reiseführer Spoleto.

Tag 5: Valnerina und Norcia oder Gubbio

Zwei Varianten, je nach Interesse.

  • Berge: durch das grüne Tal der Valnerina nach Norcia, bekannt für seine Wurstwaren und die Hochebene von Castelluccio. Teile der Gegend erholen sich noch von den Erdbeben 2016. Im Frühsommer blühen auf der Hochebene die Linsenfelder. Details stehen im Beitrag zu Norcia und Castelluccio.
  • Mittelalter: stattdessen nach Norden nach Gubbio, einer grauen Steinstadt am Fuß des Monte Ingino mit Korbseilbahn zur Basilika Sant’Ubaldo. Mehr dazu im Reiseführer Gubbio.

Am Abend wechseln Sie zum zweiten Standort bei Orvieto oder Todi.

Tag 6: Todi und Orvieto

Der Hauptplatz von Todi gehört zu den harmonischsten Plätzen Mittelitaliens, die Stadt ist an einem Vormittag gut zu sehen. Am Nachmittag geht es weiter nach Orvieto auf seinem Tuffsteinfelsen: Dom mit der Cappella di San Brizio, Gassen, zum Abschluss vielleicht ein Glas Orvieto. Siehe Reiseführer Orvieto.

Tag 7: Trasimenischer See

Am letzten Tag zum Trasimenischen See: Castiglione del Lago mit seiner Festung oder mit der Fähre von Passignano zur Isola Maggiore. Von hier führt die Autobahn direkt nach Norden Richtung Florenz und Bologna, für die Heimfahrt über den Brenner ein guter Startpunkt.

Wo übernachten

Zwei Standorte halten die Reise entspannt.

  • Erster Standort: Perugia für Stadtleben und Verbindungen oder ein Hof zwischen Assisi, Spello und Bevagna für Ruhe auf dem Land.
  • Zweiter Standort: Orvieto für Stadtatmosphäre und Bahnanschluss oder das Land um Todi für Weite und Aussicht.

Für diese Art Reise liegt ein Agriturismo nahe. Worauf Sie bei Mindestaufenthalt, Essen und Zufahrt achten sollten, erklärt unser Ratgeber zum Agriturismo.

Tipps fürs Autofahren

  • ZTL: Fast jede Altstadt hat eine zona a traffico limitato. Kameras erfassen Fahrzeuge ohne Genehmigung, das Bußgeld folgt später über den Vermieter oder per Post. Parken Sie außerhalb.
  • Parken: Mehrere Orte haben Rolltreppen, Aufzüge oder eine Standseilbahn von den Parkplätzen ins Zentrum, etwa Perugia, Assisi, Spoleto und Orvieto.
  • Straßen: Die Talstraßen sind gut ausgebaut, Landstraßen können eng sein, manche Zufahrten zu Höfen sind unbefestigt.
  • Maut: Die meisten Schnellstraßen der Region sind mautfrei, die Autobahn A1 bei Orvieto ist mautpflichtig. Wer mit dem eigenen Auto anreist, braucht für Österreich Vignette und Brennermaut sowie für die Schweiz eine Vignette, je nach Route.

Ohne Auto

Auch mit Bahn und Bus sehen Sie viel. Wohnen Sie vier Nächte in Perugia und drei in Orvieto. Von Perugia fahren Regionalzüge nach Assisi, Spello, Foligno und Spoleto sowie nach Passignano am Trasimenischen See. Orvieto liegt an der Hauptstrecke Florenz–Rom. Montefalco, Bevagna, Todi und Norcia sind schwieriger und hängen von Buslinien mit wenigen Fahrten ab, prüfen Sie diese vor der Planung.

Wann reisen?

April bis Juni sowie September und Oktober bieten die angenehmsten Temperaturen. Juli und August sind heiß, bringen aber Feste wie Umbria Jazz. Pfingsten und die Herbstferien sind für Familien aus dem deutschsprachigen Raum beliebte Termine. Der Winter ist ruhig und kalt, dafür ideal für Trüffel und leere Museen. Prüfen Sie die Termine großer Veranstaltungen beim Veranstalter, bevor Sie die Reisedaten festlegen. Fahrpläne der Regionalzüge veröffentlicht Trenitalia.

Buchen und planen

  • DiscoverCars

    Vergleichsportal für Mietwagen lokaler und internationaler Vermieter.

    Website besuchen
  • Stay22

    Kartenbasierte Unterkunftssuche, die mehrere Buchungsportale vergleicht.

    Website besuchen
  • GetYourGuide

    Marktplatz für Führungen, Verkostungen und Tickets.

    Website besuchen

Häufige Fragen

Reichen sieben Tage für Umbrien?

Für die wichtigsten Orte in ruhigem Tempo und einen Eindruck von der Landschaft reichen sieben Tage. Gubbio, Todi oder die Monti Sibillini müssen Sie dann teils auslassen, wenn Sie nicht hetzen wollen. Mit zehn Tagen wird die Reise runder.

Lohnt sich die Anreise mit dem eigenen Auto?

Für eine Rundreise oft ja. Von München sind es über den Brenner, Verona und Bologna gut zwei Tagesetappen oder eine sehr lange Fahrt. Planen Sie österreichische Vignette bzw. Streckenmaut und italienische Autobahnmaut ein. Alternativ fliegen Sie nach Rom oder Florenz und mieten dort einen Wagen.

Wo übernachtet man in Umbrien am besten?

Perugia ist dank guter Verbindungen der praktischste Standort. Die Gegend um Assisi, Spello und Bevagna eignet sich ideal für Landaufenthalte in der Mitte der Region. Für den Südwesten bieten sich Orvieto oder Todi an.

Was ist eine ZTL?

Eine zona a traffico limitato ist eine Zone mit beschränktem Verkehr, meist die Altstadt. Kameras erfassen jedes Fahrzeug ohne Genehmigung, das Bußgeld kommt Wochen später über den Autovermieter oder per Post, auch nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Parken Sie auf den ausgeschilderten Parkplätzen außerhalb.

Mehr aus Reiseplanung